Die Ybh-Fragmente. Ein Reisetagebuch
von Bernd Jans und Jörg Kleudgen
Und wieder einmal geht es in die grusligen
Gefilde, in denen sich einst Autoren wie H.P. Lovecraft, A. Blackwood, C.A.
Smith u.a. so wohl fühlten. Die GOBLIN PRESS präsentiert den interessierten
Lesern 44 Seiten gotischen Horror, namenloses Grauen, fürchterliche Abenteuer
in einem fernen Reich der Phantasie. Ybh ist keine Stadt, die Lovecraft beschrieb,
soll aber in Zukunft mit Orten wie Samarkand, Seafield, R'Lyeh und auch Kull,
einer lovecraft'schen Stadt des Grauens aus den Erzählungen Jörg Kleudgens,
genannt werden.
Wie man dorthin gelangt? Dies herauszufinden,
versucht ein Alchimist des 17. Jahrhunderts, dem uralte Folianten in die Hände
gefallen sind, deren Studium unheimliches Wissen verspricht - ihm aber den Tod
bringen wird; dies nur zur Warnung für den geneigten Leser, der sich dieses
Heft besorgen möchte...
Besagtem Alchimisten gelingt es, das fremde,
ferne Land - irgendwo auf einer fremden Welt - zu erreichen, ebenso die Stadt
mit dem geheimnisvollen Namen Ybh. Natürlich lastet ein schreckliches Geheimnis
über dem Land und der Stadt; um was es sich im Einzelnen handelt, möchte
ich hier diesmal nicht einmal andeuten, denn den Freunden lovecraft'scher Gruselromantik
möchte ich das Heft nur wärmstens empfehlen und auf keinen Fall die
Spannng nehmen. Sowohl inhaltlich, als auch dramaturgisch und stilistisch ist
diese Gemeinschaftsproduktion zwischen den beiden "Urvätern"
der GOBLIN PRESS überaus gelungen; Bernd hatte die Idee, erstellte das
Exposè und natürlich wieder die Illustrationen, die einen sehr breiten
Rahmen einnehmen, regelrecht im Mittelpunkt stehen. Jörg formulierte aus
und besorgte die Endfertigung.
Layout und Gestaltung stimmen diesmal
auch, sind fast perfekt (der Schriftsatz läßt noch etwas zu wünschen
übrig; manchmal hätte ich mir eine gewissenhaftere Silbentrennng gewünscht).
Es handelt sich zwar "nur" um
ein Heft, aber der recht feste Karton für das Cover (grünlich, handcoloriert)
gibt der Publikation ein solides Äußeres.
Jörg verspricht dem Leser einen "entspannend-aufregenden
Lesenachmittag", dem ich nur beipflichten kann; auch was, man darf das
Heft nur bis spätestens am Nachmittag lesen, niemals in der Nacht...
Genug der Lobhudelei, die das Heft aber
sehr wohl verdient hat, hier die Bezugsadresse:
44 Seiten,
(c) T.H., 2/98